{"id":2,"date":"2011-04-18T12:39:37","date_gmt":"2011-04-18T12:39:37","guid":{"rendered":""},"modified":"2018-04-27T20:25:05","modified_gmt":"2018-04-27T18:25:05","slug":"cooksofgrind","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.cooksofgrind.org\/v11\/cooksofgrind\/","title":{"rendered":"Einleitung"},"content":{"rendered":"<p><strong>Verd\u00fcnnte Rosinen<\/strong><br \/>\nAnmerkungen zu den Cooks of Grind<\/p>\n<p>\u201eHer mit an Bier!\u201c<br \/>\n(aus: \u201eG\u2019fickt f\u00fcr immer\u201c von der mitunter, aber nicht immer vortrefflichen<br \/>\n\u201eNeigungsgruppe Sex, Gewalt und Gute Laune\u201c)<\/p>\n<p>Mein Gott! Jetzt tr\u00e4gt er tats\u00e4chlich Micky Maus-Ohren, der Uhrturm, wie weiland von der K\u00fcnstlerin Christine Gloggengiesser prophetisch auf einer blaugr\u00fcnen Postkarte, lange vor der kulturhauptst\u00e4dtischen Trickparade vorhergesagt. Dabei kannte die Gute Graz nur peripher, wurde in M\u00fcnchen geboren, lebt in Wien und tr\u00e4umt tags\u00fcber nur von Los Angeles. Egal, dieser von Cooks of Grind als optisches Erkennungszeichen verwendete Mausturm pfeift nicht aus dem letzten Loch, er spr\u00fcht und brutzelt: Flammen, was in diesem Fall weniger eine Hommage an die Hot Rod-Kultur Kaliforniens, sondern das Ergebnis eines sp\u00e4tabendlichen Thunder-Beans-Genusses sein d\u00fcrfte. Jedes B\u00f6hnchen, einT\u00f6nchen. Sch\u00f6ne Redewendung, lange nicht mehr geh\u00f6rt, Herr Tiz! Und Kiss brettern zu den Flatulenzfestspielen. Nein, nicht \u201eI was made for loving you\u201c. Diesem Schmarren f\u00fcr Retrotanzpartys. Das kreisrunde Loch brennt, lodernd, feurig. K\u00f6nnte auch das Logo f\u00fcr den Brand im St. Gotthardtunnel sein, aber wer verwendet f\u00fcr eine Katastrophe schon ein Logo? Oder etwa doch eine stilisierte Kochhaube? Reklame f\u00fcr den exzentrischen Barbecue-Laden am Stadtrand von Tijuana, dort, wo auch zwei Mal t\u00e4glich ganz und gar nicht jugendfreie Donkey-Shows angeboten werden? Da brennt nichtnur der Hut. Oder doch ein Uhrturm-Inferno?<\/p>\n<p>In jedem Fall: voll campy. Wissen Sie noch? Camp? Camp ist keine nat\u00fcrliche Weise des Erlebens. Zum Wesen des Camp geh\u00f6rt vielmehr die Liebe zum \u00dcbernat\u00fcrlichen: zum Trick und zur \u00dcbertreibung. Und Camp ist esoterisch \u2013 eine Art Geheimcode, ein Erkennungszeichen kleiner urbaner Gruppen. Sagt Susan Sonntag. Womit das erste Zitat schon eingebracht ist. Einfach so, fu\u00dfnotenfrei. Und: Es stammte nicht von Vilem Flusser. Immerhin. Eine Fu\u00dfnote noch zu den Mickymaus-Ohren. In Malta, K\u00e4rnten, sind k\u00fcrzlich 700 Jahre alte Fresken aufgetaucht, die eine verwitterte, sehr mickymaus\u00e4hnliche Gestalt zeigen. Angeblich eine B\u00e4renfigur, gemalt von einem in der Naturkunde nicht allzu versierten K\u00fcnstler. Angeblich. Aber: sehr sympathisch.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Unser t\u00e4gliches Brot ist die Sprache. Wir wollen auf die Butterseite fallen, am besten nicht von der Hand in den Mund leben m\u00fcssen und vor allem nicht mit Wahlzuckerln abgebr\u00fchter Politiker abgespeist werden: \u201eNahrhafte\u201c Redewendungen sind Teil des Alltagslebens. Vielfach unbemerkt. Christa Binder hat es bemerkt und am Grazer Institut f\u00fcr Germanistik eine \u201eOnomasiologische, projektorientierte Analyse eines pr\u00e4genden Bildspendebereiches in der deutschen Gegenwartssprache\u201c erstellt. Auch nicht schlecht.<br \/>\nOnomasiologie? Die Onomasiologie oder Bezeichnungslehre ist ein Teilgebiet der Lexikologie. Man geht von Begriffen (Konzepten und Sachverhalten) in einem bestimmten Bereich der Wirklichkeit aus und sucht die entsprechenden Bezeichnungen. Meint Wikipedia. Wieder etwas gelernt. Christa Binder hat also Worte gesammelt. Von \u201eA\u201c wie \u201eabdampfen\u201c bis \u201eZ\u201c wie \u201eZunge\u201c. Anbraten, aufbrezeln, auskosten. Beigeschmack, Broterwerb, Buchstabensalat. Dreik\u00e4sehoch, durchbei\u00dfen, durchf\u00fcttern. Eigenbr\u00f6tler, Erbsenz\u00e4hler, Extrawurst. Gepfeffert, geschmalzen, geschmackvoll. Hausbacken, h\u00e4ppchenweise, herumwurschteln. Milchgesicht, Milchm\u00e4dchenrechnung, mundgerecht. Salamitaktik, Sauregurkenzeit, Schokoladenseite. W\u00fcrze, Wermutstropfen, wurscht. Das System d\u00fcrfte jetzt klar sein. Klar wie Klo\u00dfbr\u00fche: Nahrung beeinflusst das Sprachverhalten. Und Sprachverhalten das Aussehen der Nahrung. Wenn Cooks of Grind \u201eFalsche Titte\u201c auftischen, dann m\u00fcssen die Pfirsichh\u00e4lften mit gefrorenen Himbeeren garniert werden. Dort, wo es optisch Sinn macht. Das Auge isst mit, will einem ja auch die vom Wiener \u201edesignforum\u201c konzipierte Ausstellung<br \/>\n\u201eFood Design\u201c einreden. Warum ein Baci (\u201eK\u00fcsse\u201c) so aussieht, wie es aussieht? Es gibt keine Zuf\u00e4lle. Die von einem Haseln\u00fcsschen bekr\u00f6nte Erhebung ist eine schokoladige Hommage an die weibliche Brust. Krude M\u00e4nnerfantasien eines Mitvierzigers? Mitnichten.<br \/>\nUnterschwellige Hineinbei\u00df- und Genusslogik.Apropos hineinbei\u00dfen. Tex Rubinowitz verdanken wir das Wissen, dass es f\u00fcr&nbsp; gl\u00fcckliche Karpfen einen Kugelk\u00f6der (\u201eBoilies\u201c) gibt, der vor der Verwendung in hochwertigem Pulver gerollt werden kann. Mit lebensnotwendigen Substanzen wie Fett, Eiwei\u00df, Kohlehydraten, Vitaminen und Mineralstoffen. Eine letzte Freude vor dem Tod. Und aus! Gesunde Teichschweine, zufriedene Fischesser.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Cooks of Grind sind ein M\u00e4nnerkochverein. Ein Kollektiv der b\u00f6sen Buben. Zw\u00f6lf an der Zahl (bitte keine christologischen Deutungsversuche!). Wer sie kennt, wei\u00df: Wirklich, wirklich b\u00f6s sind sie nicht, wenn, dann nur ein bisschen und beim Rest tun sie nur so. Aber sie haben schmutzige Gedanken, lausb\u00fcbischen Witz, ein gro\u00dfes Herz f\u00fcr die Kunst, ein ebensolches f\u00fcr die Lust an der Provokation, keine Furcht davor, das zusammenwachsen zu lassen, was eigentlich nicht zusammengeh\u00f6rt; viel Freude am echt harten Stromgitarren-Liedgut, kaum stillbare Experimentierfreude (gepaart mit ausgepr\u00e4gter Tabubruchsehnsucht), ein geh\u00f6riges Subkultur-Gourmetbed\u00fcrfnis und einen schier \u00fcberbordenden Kreativit\u00e4tsfluss, der in Bahnen gelenkt werden muss. Sie waren mit ihrem Kochtrip fr\u00fch dran (2001), viel fr\u00fcher als die kommerzbesudelte Kochl\u00f6ffel-Generalmobilmachung unserer Tage und sie sind eine passende Antwort auf Flaschen wie die heimischen \u201eFrisch gekocht\u201c-Selbstdarsteller Andy Wojta und Alexander Fankhauser. Televison\u00e4re Konsumenten von TV-Shows unterliegen nicht selten dem Irrtum, wonach schon der passive Akt des Zuschauens dem K\u00f6rper gut tun, munden w\u00fcrde. \u201eWos hat\u2019s denn heut\u2019 geben im Fernsehen?\u201c \u201eOssobuco vom Lamm mit B\u00e4rlauchkartoffeln. Und Panna cotta und Mozarella Carozza.\u201c \u201eMei, guat.\u201c Und schon ist es Zeit f\u00fcr eine Tiefk\u00fchlpizza.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Zeit f\u00fcr einen Schwenk zur Kunst, Zeit f\u00fcr ein Zitat. Diesmal von Wolfgang Ullrich. \u201eZugleich weckt eine Skulptur oder Bildtafel auf Grund ihres Objektcharakters die Illusion, man k\u00f6nne damit \u201adie\u2019 Kunst selbst, in einem Ding verk\u00f6rpert und zum Fetisch geworden, erwerben und all das auf einmal kaufen, was man sich von ihr im Allgemeinen erhofft\u201c, schreibt dieser im lesenswerten Buch&nbsp; \u201eTiefer h\u00e4ngen \u2013 \u00dcber den Umgang mit der Kunst\u201c. Funktioniert eben auch nicht. Das Kunsteinverleiben. Das Verinnerlichen von Kreativit\u00e4t von au\u00dfen. Das System der Cooks of Grind hingegen funktioniert. Am r\u00e4udigen Parkplatz tief im oststeirischen Westen, dort wo das Ex-Kohlerevier zuckend nach Luft schnappt, am Kunstort Forum Stadtpark, wo Jahr f\u00fcr Jahr versucht wird, der Last der Vergangenheit ein Schnippchen zu schlagen, beim Ball auf der Universit\u00e4t, wo wenigstens die Grindk\u00f6che authentisch sind, oder beim ziemlich gelungenen Stra\u00dfenfest im neu erwachten Kreativviertel der verschlafenen Ex-Kulturhauptstadt Europas. Eine Weltsensation in der Provinz: der Hot Dog Automat. Sch\u00f6n ist er. Witzig auch. Weckerl- und W\u00fcrstelpr\u00e4parierung mit Low Tech-Flair. Mahlzeit. Die Dinger k\u00f6nnen es mit jenen von Pink\u2019s, Ecke La Brea\/Melrose in Los Angeles durchaus aufnehmen. Und das hei\u00dft was. Pink\u2019s: Home of the Best World\u2019s Chili Dog. Kein Schm\u00e4h. Seit 1939. Fragen Sie G\u00fcnther Holler-Schuster. Oder George Clooney. Der geht dort auch hin. Manchmal zumindest.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\u201eEs gibt den linken und den rechten Fu\u00dfball. Oder: Qualit\u00e4t ist Respekt vor dem Volk\u201c. So lautet der Titel des zweiten Kapitels in Harald Irnsbergers Buch \u201eCesar Luis Menotti \u2013 Ball und Gegner laufen lassen\u201c. Was \u201eEl Flaco\u201c f\u00fcr das Spiel mit der Lederwuchtel definiert hat, kann auch adaptiert werden. Es gibt den rechten und den linken Ern\u00e4hrungsauftrag. Cooks of Grind sind links. Eher schon links. Trotz (oder gerade wegen) ihrer Kochbuchverbrennungen. Weg mit dem Schn\u00f6selblendwerk zum Sammeln. In die sengende Hitze mit den Verlegenheitsweihnachtsgeschenken, die ohnehin nur verstauben. Diese Kommerz\u00f6dnis muss niemand lesen. Vielmehr: selber kochen. Ohne starre Regeln. Mit Mut zum Risiko. Die uniformierten Haubenk\u00f6che mit dem ausgepr\u00e4gtem Hang zum erlesenen Fanartikel f\u00fchlen sich im Vorstadtbeisl, wo sie das \u00fcbliche Leberkn\u00f6del- und Schnitzelangebot bei Veranstaltungen geh\u00f6rig aufmotzen,pudelwohl. Ansonsten: Grammelschmalzbrot statt Jakobsmuschel. Falsche Kalamari (Frankfurter W\u00fcrstel) statt dem ideenlosen Lachscarpaccio, welches \u00fcberall dort aufgetischt wird, wo nach dem kleinen Braunen inklusive Petit Fours die Rechnung zwecks steuerlicher Absetzbarkeit verlangt wird. Nein, der M\u00e4nnerkochverein interessiert sich f\u00fcr Men\u00fcs aus der Kantine des Bundesasylamtes, der K\u00fcche des Caritasheimes f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge und f\u00fcr den Speiseplan der Gef\u00e4ngnisk\u00fcche. Was bekommen Schubh\u00e4ftlinge vorgesetzt? Was wird der Herr F. aus Amstetten speisen? Was wird den Langzeitobdachlosen im Marienst\u00fcberl kredenzt? Die soziale Stellung geht durch den Magen. Oder auch nicht? Es ist der spielerische (nicht vorwitzige) Umgang und nicht der ausgestreckte Zeigefinger, der die Kochkunst des zw\u00f6lfk\u00f6pfigen M\u00e4nnerkollektivs auszeichnet. Das Rohe und das Gekochte. Die Rede ist nicht vom grenzgenialen Album der Fine Young Cannibals, sondern vom Original, vom Titelgeber: Claude Levi-Strauss. Fazit: Das Fremde verstehen lernen. Genau. Sch\u00fcrze umbinden, das Messer wetzen undnachdenken. Hat der Prozess der Zivilisation mit der Schlachtung des ersten Tieres, mit der Einf\u00fchrung von Salz und Gew\u00fcrzen begonnen? Gute Frage. Hei\u00dft dick sein dumm sein, und umgekehrt? Antworten darauf bietet Francesca Rigotti in ihrem Werk \u201ePhilosophie in der K\u00fcche\u201c an, das den Untertitel \u201eKleine Kritik der kulinarischen Vernunft\u201c tr\u00e4gt. Ein B\u00fcchlein, welches wiederum schon in der Einleitung an Ludwig Wittgenstein erinnert, der ja so recht hat: \u201eRosinen m\u00f6gen das Beste an einem Kuchen sein, aber ein Sack Rosinen ist nicht besser als ein Kuchen\u201c (\u2026) \u201eEin Kuchen, das ist nicht gleichsam: verd\u00fcnnte Rosinen.\u201c Sch\u00f6ne, perfekte Formulierungen. Muss man sich merken. Sind titeltauglich.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Vom Philosophenhimmel, wo auch Allesgnei\u00dfer Konrad Paul Liessmann unter anderem mit der These, wonach der schlechte Geschmack der eigentlich Gute sei, Einlass begehrt, zur\u00fcck in die Gosse. Beim Namen Cooks of Grind denkt der Schreiber dieser Zeilen automatisch an Sigi Maron. An Textzeilen des Liedermachers, des Protests\u00e4ngers im Rollstuhl. Im Song \u201eDa Hausmasta\u201c hei\u00dft es: \u201ehobts denn ka fantasie\/ sp\u00fclts eich so wia i\/ mi gesp\u00fclt ob ois a kind\/ mit mein zechnkas und mit mein eignen grind\u201c. Grind in der Bedeutung von Schorf also. Tristesse und Witz gehen eine Einheit ein. Apropos: \u201eFalscher Zechnkas\u201c k\u00f6nnte eventuell einmal der Titel eines Gerichtes der Cooks of Grind sein. Auf Konventionen absolut pfeifen und doch diesseits der Peinlichkeitsgrenze agieren: das ist eine der St\u00e4rken der kulinarischen Eingreiftruppe, die l\u00e4ngst mehr ist als eine Szenevergn\u00fcgung im \u2013 kunstbetrieblich gesehen \u2013 immer h\u00f6hepunkts\u00e4rmeren Graz. Kochen, bis die Flammen z\u00fcngeln. Mit Hirn, Bauch und Seele. Und eben nicht selbstgef\u00e4llig ein Spielball der Kunstschickeria werden. Wie der zugegeben profunde Molekulargastronom Ferran Adria mit seinem documenta-gesch\u00e4digten Lokal El Bulli. Der von sich behauptet, die Liofilisation, ein Verfahren der Vakuumtrocknung erfunden zu haben: \u201eWir machen damit einen salzigen Biskuit ohne Eier und Apfelsinenscheiben, die au\u00dfen trocken und innen frisch sind. Das ist revolution\u00e4r. Aber wir machen auch Geb\u00e4ck in der Mikrowelle, was nicht au\u00dfergew\u00f6hnlich klingt, aber genial ist.\u201c Dem setzen die steirischen Brachialk\u00f6che ihren kategorischen Imperativ entgegen: \u201eNichts muss neu erfunden werden.\u201c Alle Rezepte, Traditionen w\u00fcrden durch geistige Auseinandersetzung wieder neu belebt und in ihrer ewigen G\u00fcltigkeit best\u00e4rkt werden. Sagen die mit Gott, Scum, Palatschinken und der Welt kokettierenden Lausbuben. Und grinsen. Ironie oder Unsicherheit? In jedem Fall: sehr sympathisch. Zwei Hot Dogs bitte!<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Martin Behr<\/strong><br \/>\n<em>Martin Behr, lebt und arbeitet in Graz<\/em><br \/>\n<em> Studium der Kunstgeschichte,<\/em><br \/>\n<em> Redakteur der Salzburger Nachrichten,<\/em><br \/>\n<em> Mitglied der K\u00fcnstlergruppe G.R.A.M.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Chefs with Wieners: On Masculinity, Local Culture and Culinary Art<\/strong><\/p>\n<p>The circular hole is ablaze. Tongues of flame dangerously shoot out from the center. A radical abstraction of the St. Gotthard 2001 tunnel fire? A logo symbolizing a catastrophy? Not really. One can also identify the outlines of a chef\u2019s hat that surround the circular hole. Advertising for the eccentric barbecue-shack situated on the outskirts of Tijuana, where x-rated donkey-shows are staged? No. Rather, this is the bizarre visualization of the badge of Cooks of Grind (CoG), an assembly of male chefs which, since 2001 have quickly gained reputation through \u201cartificial cooking events\u201d at which, for example, one can participate in (post-game) beer showers and at which \u201cPhotomontages\u201d and \u201cMagical Rock\u2019n Roll Food\u201d are served. Their clients? The \u201cMessiah of Lend\u201d, the soccer players of Jakominig\u00fcrtel in their black or white dress or hippies longing for nostalgia.<\/p>\n<p>Cooks of Grind. A collective of roughnecks. Twelve in number. But the truth is: They are not really rough. No doubt, however, that their minds are filled with dirty thoughts, mischievous wit, love for art and the guts to bring together things that usually do not belong together. Furthermore, they share a passion for heavy metal music, a love to experiment (together with a distinct aspiration for breaking taboos), an uncontrollable stream of creativity and the desire to establish a subculture of culinary delight. Long before the commercialization of polished and high-budget cooking shows, Cooks of Grind have already rattled their pots and pans for the sake of self-expression.<\/p>\n<p>Adhering to their mobile kitchen philosophy, Cooks of Grind cook up on the mangy car park of a former coalfield in eastern Styria, in the exhibition space of the Forum Stadtpark, at the annual University ball, at street and design festivals that celebrate a new creative quarter of the city. One of the chefs\u2019 trademarks is the \u201cHot Dog Machine\u201d, an automaton that, in a low tech manner, assembles buns and wieners. An objet d\u2019art that produces hot dogs as delicious as those served at Pink\u2019s in Los Angeles, synonymous with Home of the Best World\u2019s Chili Dog. No kidding. Go and ask George Clooney.<\/p>\n<p>Cooks of Grind feel at home in local taverns, places where they can pimp up traditional dishes such as Leberkn\u00f6del and Schnitzel. Grammelschmalzbrot instead of scallops. Fake calamari (wieners) instead of dull salmon carpaccio. \u2018French fries black &amp; white\u2019 for avid \u201cSturm\u201d football fans who after attending the art exhibition \u2018Jahrhundertsturm\u2019 get together and pig out in the Cooks of Grind culinary headquarter, called \u201cKomb\u00fcse\u201d located in the Erzherzog-Johann-Allee in Graz. Its rustic and convivial atmosphere has recently inspired Gunter Brus to intone an improvised duet with Evel Knievel, frontman of the garage-punk &amp; rock\u2019n\u2019roll band \u201cThe Staggers.\u201d &nbsp;The \u201cKomb\u00fcse&#8220; is a place very down-to-earth but still sensuous. It is a laboratory of creative urges for those who chose \u201cMale Chefs Cooking for You\u201d as their motto.<\/p>\n<p>The name Cooks of Grind recalls the lines of a song by Sigi Maron, chairbound protest singer and songwriter. In \u201cDa Hausmasta\u201d it goes: hobts denn ka fantasie\/sp\u00fclts eich so wia i\/ mi gesp\u00fclt ob ois a kind\/ mit mein zechnkas und mit mein eignen grind\u201c Grind translating into scab. Melancholy meets wit. Speaking of \u201cZechnkas\u201d (toe jam), the \u201cFake Zechnkas\u201d would be more than appropriate to become the name of a CoG dish. \u201cFake tit\u201d has already made it onto the menu. The ability to defy conventions but still being able to remain within the limits of embarrassment is certainly one of the strong points of this male culinary force. Cooks of Grind stand for much more than just honky-tonky entertainment. They use their brains, stomachs and souls for performing a culinary counterstrike against the artsy smart set and, in particular, their paralyzed palates.<\/p>\n<p>Aus dem deutschen &#8222;Original von Martin Behr&#8220; \u00fcbersetzt<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verd\u00fcnnte Rosinen Anmerkungen zu den Cooks of Grind \u201eHer mit an Bier!\u201c (aus: \u201eG\u2019fickt f\u00fcr immer\u201c von der mitunter, aber nicht immer vortrefflichen \u201eNeigungsgruppe Sex, Gewalt und Gute&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1005,"parent":0,"menu_order":1,"comment_status":"open","ping_status":"open","template":"","meta":{"footnotes":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.cooksofgrind.org\/v11\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.cooksofgrind.org\/v11\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.cooksofgrind.org\/v11\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cooksofgrind.org\/v11\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cooksofgrind.org\/v11\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2"}],"version-history":[{"count":31,"href":"https:\/\/www.cooksofgrind.org\/v11\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1129,"href":"https:\/\/www.cooksofgrind.org\/v11\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2\/revisions\/1129"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cooksofgrind.org\/v11\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1005"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.cooksofgrind.org\/v11\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}